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Unsere Unternehmens-Chronik 1927 Das Jahr der Gründung Bernhard Friedrichs Senior erhält die Genehmigung zur Führung eines stehenden Gewerbes. Die ersten Schritte im Handwerk führten Bernhard Friedrichs auf den Weg des Fug - und Reparaturbetriebes. Durch sein handwerkliches Geschick eignete er sich aber auch schnell die notwendigen Kenntnisse des Dachdeckerhandwerks an. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und bedingt durch den ganztägigen Broterwerb konnte er aus finanziellen Gründen zunächst den Erwerb des Meistertitels nicht vollziehen. In den Zeiten des Dritten Reiches wurde es ihm dann verwehrt, da er mit seiner Mitgliedschaft in der SPD zwar Mut bewiesen hat, zu dieser Zeit aber auf das falsche Pferd gesetzt hatte. 1939 - 1948 Kriegswehen In ganz Europa herrscht bekanntlich der Ausnahmezustand der auch die Familie Friedrichs nicht übergeht. Wie in vielen anderen Familien kommt der Broterwerb durch eigenständige Arbeit gänzlich zum Erliegen. Der Pflicht für das Vaterland in der Wehrmacht tat sein übriges. 1948 Neubeginn Bernhard Friedrichs fängt dort wieder an, wo er vor dem Krieg aufgehört hat. Mit kleineren Reparaturarbeiten ernährt er seine 7-köpfige Familie mehr schlecht als recht. Zwischenzeitlich wird ihm die Ausübung des Handwerks aufgrund des fehlenden Meisterbriefes durch die neue/alte Obrigkeit untersagt. Seine Kenntnisse über die zweifelhafte Vergangenheit einiger Mitglieder dieser Obrigkeit ermöglichen ihm dann aber doch das Erlangen einer Ausnahmegenehmigung durch den Regierungspräsidenten. Bereits in diesen Jahren arbeiten alle 5 Söhne nachmittags nach der Schule im kleinen Unternehmen mit. Als besonders interessiert an dem Handwerk des Dachdeckers stellen sich schnell die Söhne Benno, Dieter und Rolf Friedrichs heraus. Weitere fest angestellte Mitarbeiter gibt es zu dieser Zeit nicht. 1955 Auswanderung Benno Friedrichs, der älteste Sohn und leidenschaftlicher Dachdecker, zieht es in die weite Welt. Er verläßt Deutschland um sein Glück in der neuen Welt zu finden. Kanada ist das Land seiner Träume. 1958 - 1962 Weichenstellung Die nächst älteren Söhne des Bernhard Friedrichs entwickeln nicht das Interesse am Unternehmertum und lehnen eine Fortführung des Betriebes ab. Der zweit jüngste Sohn Dieter Friedrichs entschließt sich, eine Ausbildung zum Dachdecker mit dem Willen zur Weiterbildung zum Meister zu beginnen. 1963 Meistertitel Vor der Handwerkskammer Arnsberg legt am 3.10.1963 Dieter Friedrichs mit Erfolg seine Prüfung ab. Ab nun darf endlich ein Mitglied der Familie Friedrichs den Meistertitel im Dachdeckerhandwerk führen. 1.1.1964 - 1.5.1965 Gebrüder Friedrichs Nachdem Dieter Friedrichs nun auch ganz legal ein eigenständiges Handwerksunternehmen führen darf, kehrt sein Bruder Benno Friedrichs aus Kanada zurück. Vom 1.1.1964 - 1.5.1965 wird das Unternehmen von beiden Brüdern unter der Firmierung Gebrüder Friedrichs geführt. Nach dem ersten Jahr stand aber dann die erste Steuerprüfung an. Das Ergebnis dieser Prüfung zwang Benno Friedrichs erneut dazu, Deutschland den Rücken zu kehren und sein Glück wieder in Kanada zu suchen. Er wollte mit seiner Hände Arbeit Geld verdienen und nicht für den Staat arbeiten. In dieser Zeit wird das erste neue Firmengelände am Flasskamp 1 erworben. 1.1.1965 Dieter Friedrichs, Bedachungen Nachdem Benno Friedrichs das Land verlassen hat, führte Dieter Friedrichs mit seiner Frau Anita Friedrichs das Geschäft alleine fort. Der Wirtschaftsboom insbesondere der Bauboom ermöglicht es ihm, sich erfolgreich am Markt zu platzieren. Bald schon können mehrere fest angestellte Dachdecker in Vollzeit beschäftigt werden. In diesen und den kommenden Jahren wird auch der Grundstein zur Bildung eines festen Kundenstamms gelegt. Dieser wird immer mehr auf die Stadt Münster ausgedehnt. 1978 Erweiterung Durch den anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg wird mit dem Kauf des zweiten Firmengeländes am Flasskamp 24 ein zukunftsweisender Weg eingeschlagen. Der Kauf des Geländes wurde durch die ständige Vergrößerung des Unternehmens unumgänglich, um auch weiterhin rationell arbeiten zu können. Die folgenden Jahre sind geprägt von immer größeren Projekten die Dieter Friedrichs immer noch als alleiniger Firmeninhaber verantwortet. In dieser Zeit wird der erste mobile Kran erworben. Eine Investition die erst nach vielen Jahren Nachahmer in der Bedachungsbranche findet. 1.8.1984 Ausbildungszeit Bernhard Friedrichs, der Sohn von Dieter Friedrichs hat den Entschluss gefasst, die Familientradition fortzuführen und beginnt seine Lehre in dem ortsansässigem Bedachungsunternehmen Wolfgang Kreimer GmbH & Co.KG. Zur gleichen Zeit beginnt Uwe Kreimer, der Sohn von Wolfgang Kreimer seine Ausbildung zum Dachdecker in der Firma Dieter Friedrichs. Ein Abkommen beider Unternehmer, die das sehr freundschaftliche Verhältnis beider Familien unterstreicht und auch beweist, dass Konkurrenz nicht Feindschaft bedeuten muß. Zwischenzeitlich ist das Stammpersonal des Unternehmens auf 30 Mitarbeiter angewachsen. 29.10.1990 Meister zum Zweiten Bernhard Friedrichs legt vor der Handwerkskammer Arnsberg mit erst 22 Jahren seine Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk mit Erfolg ab. 1.4.1991 Neue Geschäftsleitung Das Unternehmen wechselt seine Form. Aus Dieter Friedrichs Bedachungen wird die Dieter Friedrichs Dach u. Wand GmbH. Dieter Friedrichs und Bernhard Friedrichs jun. führen nunmehr das Unternehmen als gleichberechtigte Geschäftsführer. Obwohl das Unternehmen ständig wächst, verliert es nie den Charakter eines Familienbetriebes. Zwischenzeitlich arbeiten 9 direkte Familienmitglieder im Unternehmen. Auch die Söhne von 2 Brüdern des Dieter Friedrichs, Jürgen und Jochen Friedrichs, als auch der ältere Bruder Rolf Friedrichs führen die Tradition als Dachdeckergesellen fort. Als eine besondere Herausforderung schließt auch die Tochter von Dieter und Anita Friedrichs und Schwester von Bernhard Friedrichs jun, Simone Friedrichs, die Gesellenprüfung zum Dachdecker mit Erfolg ab. Durch den Eintritt der Frau von Bernhard Friedrichs jun., Heike Friedrichs geb. Stöppler, von der Textilbranche in das Unternehmen wird der reibungslose Übergang des Unternehmens auf lange Sicht vorbereitet. 1991 - 1998 Wiedervereinigungs - Boom Nachdem Ende der 80er Jahre bereits eine Rezession im Baugewerbe einsetzte, wurde diese durch den Wiedervereinigungsboom eleminiert. Die Branche boomt und die Mitarbeiterzahl kann Mitte der 90 Jahre auf über 50 erhöht werden. Als bedeutender Vorteil erweist sich hierbei immer mehr der ständige Wille zur Ausbildung eigener Auszubildender. Nahezu 90 % aller Facharbeiter wurden selbst ausgebildet und sind somit die tragende Säule des Unternehmens. Immer neue Investitionen wie den Kauf des mittlerweile dritten Mobilkrans mit Funkfernsteuerung, CNC gesteuerten Maschinen zur Blechbearbeitung und der ständigen Rationalisierung durch den Kauf neuer Fahrzeuge verdeutlichen die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens. In dieser Zeit werden die bisher größten und interessantesten Projekte mit Auftragsvolumen bis zu 2,2 Mill. DM erfolgreich abgewickelt. Der Neubau der Stadtwerke Münster, der Neubau des Tibus Seniorenstiftes über dem Theaterparkhaus Münster oder dem Neubau der Provinzial Versicherungen Münster sind hier nur einige Beispiele. 1998 - 2003 Rezession Die schlechter werdenden Zeiten in der Baubranche sind auch am Unternehmen Friedrichs nicht spurlos vorüber gezogen. Durch die wirtschaftlichen Zwänge mußte das Stammpersonal auf z.Zt. 35 Mitarbeiter geschrumpft werden. Diese Schrumpfung wurde jedoch soweit als möglich durch die natürliche Fluktuation und den Eintritt einiger Mitarbeiter in den Ruhestand bewerkstelligt. Auch in diesen Zeiten wird versucht die soziale Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren. Bei ausbleibende Aufträgen und immer geringeren Gewinnspannen bedeutet es einen ganz besonderen Kraftakt, das Fähnchen nicht immer nach dem Wind zu richten sondern auch an verdienten Mitarbeiter festzuhalten. Ein Gedanke den streng wirtschaftlich denkende Menschen wahrscheinlich nie aufgreifen werden. Dem Begegnen wir dann immer mit der gleichen Gegenfrage: "Was bedeutet Glück?" Jeder der sich mit dieser Frage auseinandersetzt, wird irgendwann seine persönliche Antwort finden, und die hat nie € - Zeichen. Durch die ständigen Investitionen der vergangenen Jahre, den kontinuierlichen Qualitätsgedanken, die ständige Erweiterung des Leistungsangebotes und die Weiterbildung der Mitarbeiter, kann das Unternehmen auf einen großen Stammkundenkreis zurückgreifen, der es möglich machen müßte diese Zeit zu überwinden. 03.03.2003 Verantwortung Bernd Friedrichs wird von seinen Innungskollegen zum Obermeister der Dachdecker - Innung Steinfurt gewählt. Ein weiterer Schritt auf dem Weg, das Dachdecker - Handwerk voran zu bringen, mit der festen Absicht ehrenamtliche Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. 01.02.2006 Erweiterung am Flasskamp Das Betriebsgelände am Flasskamp 1 wird mit dem Kauf eines weiteren 1100 m² großen Teilgrundstücks nochmals erweitert. Ein Teilbereich dieses Grundstücks soll in Zukunft einen Showroom mit angegliedertem Aussengelände zur hochwertigen Darstellung der einzelnen Leistungsbereiche des Unternehmens beheimaten. Mittlerweile umfassen die beiden Betriebsgelände eine Gesamtfläche von ca. 15.000,00 m². 25.03.2006 Einsatz für das Dachdeckerhandwerk in Westfalen Bernhard Friedrichs wird von den Delegierten der 28 angeschlossenen Innungen des Innungsverbandes Westfalen zum stellvertretenden Vorsitzenden des Innungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Westfalen gewählt. Als einer von zwei stellvertretenden Landesinnungsmeistern vertritt er damit ca. 1200 Betriebe des Dachdeckerhandwerks in Westfalen und stellt damit diesen Betrieben sein ehrenamtliches Engagement voll zur Verfügung. 06.12.2006 Der plötzliche und unerwartete Tod unseres Seniorchefs stellt ein trauriges Kapitel in der Unternehmenschronik dar. Dieter Friedrichs war nicht nur ein perfekter Vater, er war vielmehr auch ein perfekter Handwerker und vorbildlicher Mensch. Das Loch, sowohl im Menschlichen als auch im Handwerklichen, welches er hinterlässt, ist wohl nie zu schließen. Wir bedanken uns ausdrücklich für das große Mitgefühl, das uns von vielen Kunden, Freunden und Bekannten in der besonders harten Zeit der Trauer entgegengebracht wurde. Dennoch sind wir sehr dankbar, dass er dieses Unternehmen zu dem gemacht hat, was es heute darstellt, und er es mit seinem Weitblick auch möglich gemacht hat, dass wir es in seinem Sinne weiterführen können. ![]() Bild vergrößern "Selig die Toten, die im Herrn sterben; Sie sollen ausruhen von ihren Mühen, denn ihre Werke begleiten sie.". |
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